Die Gruppenleiter im Pastoralen Raum Wallufthal

Im Frühjahr einen jeden Jahres kommen Jugendliche aus unseren vier Pfarrgemeinden zusammen und machen sich an eine besondere Aufgabe, die sich über mehrere Monate hinzieht und dann in äußerst arbeitsreiche zwei Wochen mündet. Die etwa 15 - 20 Jugendlichen bereiten das alljährliche Zeltlager für Kinder im Alter von 9 - 13 Jahren vor. Jeden Montagabend trifft sich diese "Gruleiru", steckt die Köpfe zusammen und versucht zunächst, ein Thema zu finden. Das muss Kindern in dem angesprochenen Alter gefallen, es muss etwas Phantasiereiches sein, etwas Abenteuerliches, Spannendes, etwas, was Spaß macht, was genügend Stoff her gibt, etwas das inspiriert und und und.... also eigentlich ganz einfach, oder?

 

In den zurückliegenden Jahren haben die Gruleis zu den Theman MIB, Narnia, Aladin und die Wunderlampe, König Artus, Peter Pan und andere erarbeitet. Es gibt Postenläufe, Schauspiele, Nachtwanderungen usw. jeweils zu diesem einen Thema. Also muss alles Tag für Tag erarbeitet werden, von morgens bis abends. Wenn das Zeltlager beginnt, gibt es eine volle Programmmappe mit den Unterlagen für jeden einzelnen Tag, von morgens bis abends. Ein Zeltlagertag beginnt morgens um 8.00 Uhr und endet nicht vor 22.00 Uhr, wenn die Kinder in die Zelte gehen und da sind Gruleis auch noch für die Kinder da.  Guppenleiter/-in ist ein full time job und hat mit abhängen rein gar nichts zu tun. Wer als Gruppenleiter/in in unser Zeltlager mitfährt, hat viel Arbeit.

 

Gruleis sind in jeder Hinsicht besondere Menschen und wenn sie lange genug diesen Job gemacht haben, sind sie in gewisser Hinsicht außergewöhnlich. Die Profis unter ihnen sind Animateure, Stand up commedians, Allroundtalente, Projektmanager, Kinderbetreuer, Elternersatz, Seelentröster, Konfliktvermittler,  Schauspieler, Organsateure, Teammitglieder, die sich einbringen - und Konflikte bewältigen müssen und das ist noch längst nicht alles. Und das erstaunlcihe ist: sie nehmen dafür kein Geld, sie arbeiten ehrenamtlich!

 

Wer einmal Gruppenleiter/in war und sich über einen längeren Zeitraum engagiert hat, hat eine besondere Verbindung zu den anderen im Team. Man / frau trifft sich auch manchmal, wenn `mal kein Zeltlager ansteht, die Gruleis gehen auch `mal zusammen  los oder unternehmen etwas außerhalb der "Dienstzeit Zeltlager".

 

In der Regel haben die Gruleis einen Gruppenleiterkusr absolviert, der einmal im Jahr von der Jugendkirche Kana im Karlsheim in Kirchähr angeboten wird. Den Gruppenleiterkurs bezahlen wir den Jugendlichen natürlich von unseren Pfarrgemeinden aus, schließlich wollen wir ja auch qualifizierte und geschulte Mitarbeiter/ -innen. Wer einen Kurs absolviert hat, bekommet die Juleica, die Jugendleitercard, die im öffentliche Leben mancherlei Vergünstigungen erlaubt. Wie gesagt, Gruppenleiter/ innen arbeiten ja ehrenamtlich und das findet in unserer Gesellschaft zunehmend Anerkennung.

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Die Juleica, die Jugendleitercard

Juleica

Die JugendleiterInnen-Card (Juleica) steht für eine gute Ausbildung der JugendleiterInnen nach einheitlichen Qualitätsstandards. Sie ist der Ausweis für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit Und sie stärkt das Ehrenamt, denn die Akzeptanz der Juleica in Politik und Gesellschaft wächst.

 

Wer kann sie beantragen?

Die Juleica kann jede/r erhalten, der als Jugendleiterin oder Jugendleiter in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit bei einem dem Hessischen Jugendring angehörigen Jugendverband oder für einen anderen anerkannten Träger tätig ist. Voraussetzungen sind der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ sowie die Teilnahme an einer Juleica-Ausbildung (Erstantrag) bzw. einer entsprechenden Fortbildung (Verlängerungsantrag).

 

Wo gibt’s die Juleica-Ausbildungen?

Schulungen für Jugendleiter/innen werden von vielen verschiedenen Trägern der Jugendarbeit angeboten. Eine Übersicht über alle regionalen Angebote erhält man bei den Stadt- bzw. Kreisjugendringen oder bei den Jugendämtern vor Ort, entweder auf den Internetseiten oder auf telefonische Nachfrage. Viele Jugendverbände veröffentlichen ihre Angebote ebenfalls online.

 

Wie wird sie beantragt?

Ein Online-Antragsverfahren löst ab dem 01. Dezember 2009 in Hessen das bisherige Antragsverfahren auf Papier ab. Die Vorteile sind vielfältig: Die JugendleiterInnen erhalten ihre Karte schneller, das Verfahren ist für die Organisationen kostengünstiger und der Verwaltungsaufwand verringert sich für alle.

 

Anerkennung und Unterstützung

Mit der Einführung der Card verbinden die hessischen Jugendverbände die Hoffnung einer besseren Anerkennung und Unterstützung ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements in der Kinder- und Jugendarbeit. Zwei Punkte sind in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit:

 

Ausbildungsmindeststandards

Es wurde festgelegt, dass die Grundlage der Vergabe für neue aktive ehrenamtlich und freiwillig engagierte Jugendleiter/innen eine qualifizierte Ausbildung ist. Diese Ausbildung umfasst mindestens 40 Stunden und muss sich auf festgelegte Inhalte beziehen.

Vergünstigungen

Bundesweit existieren durch Jugendverbände Bestrebungen an die Card konkrete Vergünstigungen (Reduzierte Eintritte, reduzierte Fahrpreise bei öffentlichen Verkehrsmitteln, vergünstigter Erwerb der Bahn-Card u.a.) zu knüpfen. Damit soll erreicht werden, dass Jugendleiter/innen erkennbar wahrnehmen, dass ihr unentgeltliches und hohes ehrenamtliches und freiwilliges Engagement öffentlich anerkannt und unterstützt wird. Eine Übersicht der Vergünstigungen findet man auf der Juleica-Internetseite. Hier können auch Vergünstigungen, die Jugendleiterinnen und Jugendgruppenleiter vor Ort aushandeln können, eingetragen werden.

 

(Quelle: http://www.hessischer-jugendring.de/service/juleica.html)